Küche in Holz und Beton

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Küchenplanung vorbereiten: Was Sie vor dem ersten Termin klären sollten

Eine Küche wird einmal in fünfzehn bis zwanzig Jahren gekauft. Entsprechend selten hat man Übung darin. Die gute Nachricht: Sie müssen nichts über Korpusmaße oder Beschlagsysteme wissen. Sie müssen nur wissen, wie Sie leben.

Der Grundriss ist wichtiger als jeder Katalog

Bringen Sie einen Grundriss mit — idealerweise den Bauplan, ersatzweise eine Handskizze mit Maßen. Entscheidend sind: Raumbreite und -tiefe, Deckenhöhe, Position und Breite von Fenstern und Türen, sowie die Höhe der Fensterbrüstung.

Fast genauso wichtig sind die Anschlüsse: Wo liegen Wasserzu- und -ablauf, wo ist der Starkstromanschluss für das Kochfeld, wo sitzen Steckdosen, wo geht der Abluftkanal nach draußen? Diese Punkte entscheiden darüber, wie frei geplant werden kann — und was eine Verlegung kosten würde.

Wenn Sie neu bauen, reicht der Architektenplan. Wenn Sie renovieren, hilft ein Foto von jeder Wand. Zehn Minuten mit dem Handy ersparen später eine Diskussion.

Fünf Fragen, die den Entwurf verändern

Bevor über Fronten gesprochen wird, sollten diese Punkte geklärt sein — Sie müssen nicht alles wissen, aber darüber nachgedacht haben:

  • Wer kocht? Eine Person, die täglich frisch kocht, braucht eine andere Küche als zwei Berufstätige, die dreimal die Woche etwas aufwärmen.
  • Wird in der Küche gegessen? Ein Essplatz frisst Stellfläche. Wenn er gebraucht wird, muss er von Anfang an im Entwurf stehen, nicht nachträglich.
  • Wie viel wird gelagert? Vorratshaltung für eine Familie mit drei Kindern ist etwas anderes als ein Single-Haushalt mit Wocheneinkauf.
  • Wer wird die Küche in zehn Jahren benutzen? Arbeitshöhe, Auszugsgewichte und die Erreichbarkeit der Oberschränke sind Entscheidungen mit langer Halbwertszeit.
  • Was stört Sie an der jetzigen Küche am meisten? Die ehrlichste Antwort darauf ist meist der wichtigste Planungshinweis überhaupt.

Budget: früh nennen, nicht verstecken

Viele Kundinnen und Kunden zögern, eine Zahl zu nennen — aus Sorge, dann werde „nach oben geplant". Das Gegenteil ist der Fall. Ohne Rahmen planen wir ins Blaue, und Sie sitzen am Ende vor einem Entwurf, der nicht in Frage kommt. Mit Rahmen können wir gezielt entscheiden, wo Geld sinnvoll investiert ist und wo nicht.

Eine belastbare Faustregel: Rechnen Sie Möbel, Geräte, Arbeitsplatte, Spüle, Armatur, Lieferung und Montage immer zusammen. Angebote, die nur die Möbel ausweisen, sind nicht vergleichbar.

Was Sie nicht vorbereiten müssen

Sie müssen sich vorab nicht für eine Frontfarbe entscheiden, keine Grifftypen recherchieren und keine Gerätemarken auswählen. Das ist unsere Arbeit, und es geht im Studio am Muster deutlich schneller als am Bildschirm.

Auch Pinterest-Sammlungen sind willkommen, aber kein Muss. Sie helfen uns vor allem dabei, Ihre Richtung zu verstehen — nicht als Vorlage zum Nachbauen.

Kurz gefasst

Grundriss, Anschlusspunkte, ein paar Fotos und eine ehrliche Antwort auf die Frage, was Sie an Ihrer jetzigen Küche stört: Damit lässt sich in rund 90 Minuten ein erster tragfähiger Entwurf entwickeln.

Fragen zu Ihrem Projekt?

Im Studio klären wir das an echten Mustern — inklusive erster Skizze, wenn Sie den Grundriss dabeihaben.

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