Salbeigrüne Küche mit Holz

Pflege 5 Minuten Lesezeit

Küche richtig pflegen: Was Oberflächen wirklich brauchen

Küchen halten heute problemlos zwanzig Jahre. Ob sie dann noch gut aussehen, entscheidet sich weniger im Gebrauch als beim Putzen. Die häufigsten Fehler sind schnell erklärt — und leicht zu vermeiden.

Die drei Universalregeln

Unabhängig vom Material gilt: keine Scheuermittel, keine Mikrofasertücher mit aggressiver Struktur auf Hochglanz, und niemals Dampfreiniger an Fronten oder Kanten. Der Dampf löst über die Zeit Verklebungen.

Zweitens: Feuchtigkeit sofort abwischen, besonders an Kanten, an Fugen zur Arbeitsplatte und rund um die Spüle. Dort dringt Wasser ein, und dort beginnen 90 % aller Quellschäden.

Drittens: warmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel reicht in fast allen Fällen. Spezialreiniger sind selten nötig und oft schädlicher als hilfreich.

Matte Lackfronten

Matter Lack ist derzeit der beliebteste Frontentyp und gleichzeitig der empfindlichste gegenüber Fett. Fettfilm setzt sich in der Struktur fest und wird als Glanzstelle sichtbar.

Reinigen Sie deshalb regelmäßig mit warmem Wasser und mildem Spülmittel und trocknen Sie mit einem weichen Tuch nach. Auf keinen Fall Politur oder Möbelspray verwenden — beides erzeugt genau den Glanz, den Sie nicht wollen.

Hochglanz

Hochglanzfronten sind pflegeleicht, zeigen aber jeden Fingerabdruck und jeden Kratzer. Verwenden Sie ausschließlich weiche, saubere Tücher — ein einzelnes Sandkorn im Lappen hinterlässt eine dauerhafte Spur.

Für streifenfreies Ergebnis: nass wischen, dann mit einem trockenen Baumwolltuch nachziehen.

Echtholz und Furnier

Geölte Holzflächen brauchen ein- bis zweimal jährlich frisches Pflegeöl. Der Aufwand liegt bei etwa einer halben Stunde und verlängert die Lebensdauer erheblich.

Lackiertes Holz behandeln Sie wie Lackfronten. In beiden Fällen gilt: kein stehendes Wasser, keine feuchten Tücher liegen lassen.

Edelstahl

Immer in Schliffrichtung wischen, nie quer. Kalkflecken lassen sich mit verdünntem Essigwasser lösen; danach unbedingt klar nachwischen und trocknen.

Chlorhaltige Reiniger sind tabu — sie greifen die Passivschicht an und führen zu Lochfraß, der nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Kurz gefasst

Warmes Wasser, mildes Spülmittel, weiches Tuch, sofort nachtrocknen. Damit sind Sie bei praktisch jeder Oberfläche auf der sicheren Seite — und sparen sich teure Spezialmittel.

Fragen zu Ihrem Projekt?

Im Studio klären wir das an echten Mustern — inklusive erster Skizze, wenn Sie den Grundriss dabeihaben.

Termin vereinbaren